Hannover.
Sie erinnern an überdimensionale Legosteine und sind fast so leicht zu handeln. Denn
die Isorast-Bauelemente bestehen aus Polysterol-Hartschaum, besser bekannt als
Styropor, und sind daher wesentlich leichter als herkömmliche Bausteine. Und wie
die kleinen Legosteine werden die grossen Isorast-Elemente einfach zusammengesteckt.
Auf diese Weise können sogar Laien nach kurzer "Anlerzeit" Wände "mauern".
"Viele Laien kommen mit dem System sogar besser zurecht als Profis", so die
Erfahrung von Eckart-Rolf Hellmann. Der Maurermeister mit fast 50-jähriger
Berufserfahrung in der Baubranche ist vor einigen Jahren vom konventionellen
Bauen auf das innovative Bausystem "umgestiegen".
"Ich habe verschiedene Systeme getestet; Isorast ist das zuverlässigste und am
weitesten entwickeltste", erzählt der Bauleiter, der seither den Bau von
mehr als
100 Häusern begleitet hat. Die Arbeiten auf der Baustelle erledigen die Bauherrn
in der Regel selbst - und sparen durch die Eigenleistung viel Geld. Nach dem
Motto "Wer mit Lego spielen kann, kann mithelfen", packt meist die ganze Familie
mit an. "Die jüngste Helferin war gerade drei, der älteste 86",
berichtet Eckart-Rolf Hellmann. Und alle Helfer sind mit Begeisterung dabei.
Bevor es soweit ist, werden die Bauherren intensiv angelernt: Zuerst sehen sie
auf Videos, wie man die Polysterol-Hartschaumelemente aufeinander steckt und die
Wände anschliessend mit Beton verfüllt, dann üben sie dies praktisch - im
Einführungsseminar, aber auch auf der Baustelle eines anderen Isorast-Bauherren.
Selbst schwierige Bauteile wie Ecken, Fenster oder Treppen sind kein Problem,
da es dafür spezielle Elemente gibt. "Es gibt über 100 verschiedene Bauteile", betont
Hellmann, darunter unter anderem auch Treppen- und Deckenelemente, Bögen, Rundungen
und Auskragungen. So lassen sich auch ungewöhnliche Gestaltungswünsche realisieren.
Auch bei der Raumaufteilung haben die Bauherren freie Hand.
Der Unternehmer begleitet die Bauherren während der gesamten Bauphase. Die ist in
der Regel kürzer als bei konventionell gebauten Häusern: Die Wände des
Erdgeschosses
eines durchschnittlichen Einfamilienhauses sind meist bereits am zweiten Tag
fertig gesteckt und können mit Beton verfüllt werden. Ist die Decke montiert,
können die Wände des Obergeschosses oft sogar an einem Tag gesteckt und verfüllt
werden, bevor das Haus dann sein schützendes Dach erhält.
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Der Spezialbeton, der in Silos auf die Baustelle geliefert wird, sorgt für den
nötigen Halt. Bedenken wegen der Stabilität sind, so Hellmann, völlig
unbegründet. "Isorast-Häuser sind massive Häuser. Die Polysterol-Hartschaumelemente
dienen als Schalungselemente. Der verfüllte Beton härtet schnell aus und ist viel
fester als normales Mauerwerk", erklärte er.
Sein Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits Gebäude bis zu fünf
Stockwerken gebaut bzw. betreut, nach Angaben des Herstellers sind statisch bis
zu zehn Geschossen belastbar.
Die einfache und schnelle Montage sind nach Aussagen von Eckart-Rolf Hellmann zwei
wesentliche Vorzüge des Systems, ebenso wichtig sind die guten Dämmeigenschaften.
Die Elemente gibt es in vier Dicken - vom 25er Innenwandelement mit einem U-Wert
von 0,29 bis zum 43er Super-Dickwandelement mit 0,11. Die 37er- und die 43er-Wände
eignen sich für Passivhäuser und erhielten nach Angaben des Herstellers Isorast
als bisher einziges Massivwand-Bausystem das Zertifikat "passivhaustauglich"
des
Passivhausinstitutes in Darmstadt. Wärmebrücken können dank
wärmebrückenfreier
Spezialelemente beispielsweise für Sturz, Deckenabschluss, Rollladenkasten, Erker,
Eckrund, Bögen und Auskragungen weitgehend vermieden werden. Wird das Haus dann
noch mit passivhaustauglichen Fenstern und einer Wärmerückgewinnung aus der Abluft
ausgestattet, kann der Passivhausstandard erreicht und die Heizung eingespart
werden.
Was bei konventionellen Baumaterialien nur mit erheblichem Aufwand möglich ist, ist
nach Aussagen Hellmanns beim Bauen mit Isorast Standard. "Seit etwa drei Jahren
bauen unsere Bauherren nur noch Passivhäuser, und zwar ohne hohe Mehrkosten",
erklärt er.
Der Franchise-Nehmer betreut inzwischen jährlich durchschnittlich 30 bis 40
Häuser; meist sind es junge Familien, die sich von den Vorzügen des Systems
überzeugen lassen. Sie wissen auch die ausgezeichnete Schalldämmung zu schätzen.
In die Wandung jedes einzelnen Bauelementes ist eine Schalldämmung eingearbeitet,
die insbesondere den Schall im Bereich zwischen 500 und 1.000 Hertz dämmt. Und
so bleiben die Erwachsenen ungestört, wenn es im Kinderzimmer gelegentlich etwas
lauter zugeht.
Information: Eckart-Rolf Hellmann
Lönsweg 13
D-29308 Winsen an der Aller
Tel. 0 51 43 - 65 61
Fax 0 51 43 - 91 28 92
e-r.hellmann@t-online.de
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